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Expertentipp: den Garten abwechslungsreich bepflanzen

Vom viel beschriebenen Bienensterben sind nicht nur die Honigbienen der Imker betroffen, sondern auch wildlebende Bienen und Hummeln. Viele wissen nicht, dass diese ebenfalls einen großen Beitrag zur Befruchtung von Obst- und Gemüsepflanzen leisten. Eine Forschergruppe um den Agraringenieur Lucas Garibaldi von der argentinischen Universidad Nacional de Río Negro hat weltweit Anbauflächen für Nutzpflanzen untersucht. Die Wissenschaftler stellten dabei fest, dass die wildlebenden Insekten bei den meisten Pflanzen sogar effektiver bestäuben als Honigbienen. Es entstanden bis zu doppelt so viele Fruchtknoten und -stände. Forschungsleiter Garibaldi folgert daraus, „dass es unerlässlich ist, die Populationen von Wildbienen und anderen Insekten sowie deren Lebensräume zu schützen, um Ernteverluste zu vermeiden.“ Entscheidend für die Erhaltung der Artenvielfalt ist ein ganzjähriges Nahrungsangebot für die fleißigen Helfer. Schließlich ist die Bestäubung für die Insekten nur ein Nebeneffekt, den sie beiläufig auf der Suche nach süßem Nektar erbringen.

Lebensraum der Wildbienen

Wildbienenhotel

Wildbienenhotel

Da landwirtschaftliche Flächen in der Regel nur sehr einseitig bepflanzt werden, gewinnen städtische Lebensräume für wildlebende Insekten an Bedeutung. Die Winterpause der bei uns heimischen Wildbienen ist relativ kurz. Schon jetzt im Frühjahr sind die ersten wieder unterwegs und auf Nahrungssuche. „Gartenbesitzer können in der Art gestalten, dass Bienen vom Frühjahr bis zum Herbst nektarreiche Blüten finden“, erklärt Petra Müller, Mitinhaberin der Friedersdorfer Baumschulen in Heidesee und Mitglied im Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. Einige Gehölze blühen besonders früh: die Weide (Salix spec.), die Schlehe (Prunus spinosa), die Kornelkirsche (Cornus mas) oder die Haselnuss (Corylus avellana). Obwohl einige Gehölze durch den Wind bestäubt werden, dient der Pollen als Nahrung für die Bienen. Welche Pflanzen gut in den eigenen Garten passen, findet man am besten bei einer persönlichen Beratung in einer Baumschule heraus. Die Pflanzenprofis wissen, welche Sträucher und Bäume sich zu welcher Jahreszeit als Bienenweide eignen. Weitere Informationen und Baumschulen vor Ort sind unter www.gruen-ist-leben.de zu finden.

Quelle: BdB